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Leistungsdiagnostik


Welche Parameter bei einer Leistungsdiagnostik im MSG im Einzelnen gemessen werden können, entnehmen Sie bitte unserer Preisübersicht.

Hier finden Sie einige grundsätzliche Bemerkungen über:

Ziele und Grenzen der Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik ist ein wichtiges Mittel, um den Leistungsstand festzustellen, das Trainingsergebnis zu kontrollieren und das Training zu optimieren.

Lange Zeit war Leistungsdiagnostik hauptsächlich Kaderathleten vorbehalten. Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit zur Leistungsdiagnostik auch für Nicht-Kaderathleten. Im MSG Hannover kann sich jeder ambitionierte Hobbysportler einer fundierten Leistungsdiagnostik unterziehen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsdiagnostik zu kennen.

Ziele der LeistungsdiagnostikFormen der Leistungsdiagnostik
- Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit - Feldtests
- Hinweise zur Trainingsgestaltung- Labortests
- Beurteilung der Entwicklung der Leistungsfähigkeit
- Intensitätsvorgaben für Wettkämpfe

Im einfachsten Fall wird bei Feldtests nur die Geschwindigkeit und die Herzfrequenz gemessen. Ohne großen Aufwand kann zusätzlich auch die Milchsäurekonzentration (Laktat) während des Tests gemessen werden. Das Ergebnis eines Feldtests wird jedoch immer von den Umgebungsbedingungen wie Wind, Temperatur und Bodenbeschaffenheit beeinflußt, sowie von Technik und evtl. auch von der Taktik. daher ist es nach solchen Tests schwierig zu beurteilen, welche Ursachen für eine Leistungsveränderung verantwortlich sind und welche Teilkomponenten noch zu verbessern sind.

Julia de Guzmann vom Bundesligisten Hannover 96 beim Laktattest
Ruder-LeistungstestLeistungstests im MSG-Labor können auf dem Fahrradergometer, dem Laufband oder auf einem Ruderergometer durchgeführt werden
Die äußeren Einflüsse wie Umgebungsbedingungen, Technik und Taktik spielen bei Labortests kaum eine Rolle. Im Vordergrund steht hier die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des aeroben Stoffwechsels. Dies geschieht durch die Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme. Diese ist das wichtigste Kriterium zur Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit. In Kombination mit weiteren Atemgrößen läßt sich die Leistungsfähigkeit umfassend beurteilen. Die sogenannten aeroben und anaeroben Schwellen verlieren immer mehr an Bedeutung, da die Lage dieser schwellen von der Ernährung und vom Regenerationsstatus eines Sportlers beeinflußt wird. Außerdem ist die Aussagekraft von Schwellen in bezug auf die Dauerleistungsfähigkeit geringer, als die der maximalen Sauerstoffaufnahme.

Auch die maximale Sauerstoffaufnahme ist abhängig vom Regenerationsgrad. Deshalb sollten umfangreiche Leistungsdiagnostische Tests nur nach einer Trainingspause von zwei Tagen und gleichzeitig kohlenhydratreicher Ernährung (Anteil ca. 55 -60 % der aufgenommenen Energie) durchgeführt werden. Durch eine sinnvolle Kombination von Labortests und weniger aufwendigen Feldtests ist es möglich, verschiedene, am Zustandekommen einer Leistung beteiligte Faktoren, zu beurteilen.
Mario Vonhof
Radprofi Mario Vonhof vom EC/Bayer Worringen im MSG-Labor

Zeitpunkte zur Leistungsdiagnostik

- bei Aufnahme bzw. Wiederaufnahme des Trainings

- am Ende oder zu Beginn von Trainingsperioden

- vor der Wettkampfphase

- bei unerklärlichen Leistungseinbrüchen.

Dabei sollte jedoch beachtet werden. daß es einige nicht kalkulierbare Größen gibt, die den Trainingserfolg beeinflussen können wie z.B. Muskelfaserstruktur, soziales Umfeld, Ernährung u.a.m. Mit einer Leistungsdiagnostik ist es deshalb nicht möglich auf Anhieb einen bis ins kleinste festgelegten, allgemein gültigen Trainingsplan mit Erfolgsgarantie zu entwickeln. Jedoch kann die Trainingsarbeit durch regelmäßige Leistungsdiagnostik effektiver gestaltet werden.

Stichwort Pulsfrequenz/Herzfrequenzbereiche

In vielen Trainingsbüchern und -artikeln wird als Faustregel für den Maximalpuls die Formel 220 minus Lebensalter gegeben.

Evtl. ist das statistisch (im Mittel!) richtig, aber es gibt viele Sportler, deren Puls- oder Herzfrequenz ober- oder unterhalb dieses Wertes liegt. Die maximale Herzfrequenz und der Anstieg im Verlauf der Belastung ist bei jedem Sportler - unabhängig vom Leistungsstand eine individuelle Größe, so wie einer große oder kleine Füße hat.

Ein Vergleich mit gleichaltrigen Sportlern sagt nichts über die Leistungsfähigkeit aus. Wer sein Training über den Puls z.B. mit einem Pulstester steuern und kontrollieren will, sollte seinen Maximalpuls und den Verlauf seiner Herzfrequenz am besten kombiniert mit dem Anstieg der Laktatkonzentration in einem Leistungstest feststellen lassen. Nur so können gesundheitgefährdende Überforderung und frustrierende Unterforderung vermieden werden.

Eine Leistungsdiagnostik ist übrigens nicht nur für die reinen Ausdauersportarten, sondern auch für alle Ball- und Mannschaftssportarten sinnvoll.

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