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Gesundheit


Schlankheitsdiäten


Schlankheitsdiät Bewertung aus wissenschaftlicher Sicht
FdH ("Friß die Hälfte")

Oft wird einfach eine Mahlzeit (z.B. das Mittagessen gestrichen)

In der Praxis noch immer verbreitet, birgt jedoch die Gefahr von Mangelerscheinungen; meist schnell beendet, da kein Lern- und Dauererfolg erzielt wird. Für Sportler abzulehnen.
Eierdiät und Co.

Ein einzelnes Lebensmittel steht im Mittelpunkt einer Schlankheitsdiät, wie Eier, Steaks, Fisch, Zitronensaft, Bananen, Kartoffeln oder Körner.

Je einseitiger die Lebensmittelauswahl, desto größer ist die Gefahr von Mangelerscheinungen. "Schlankmachende" Lebensmittel gibt es nicht. Für Sportler wegen mangelnder Ausgewogenheit abzulehnen.
Atkins-Diät und andere kohlenhydratarme Diätarten

Kohlenhydrate werden pauschal als Dickmacher verurteilt. Man darf hauptsächlich nur eiweiß- und fetthaltige Lebensmittel essen.

Der Erfolg ist meist darauf zurückzuführen, daß man durch die ungewohnte Speisenzusammenstellung weniger ißt. Bei Daueranwendung Gefahr von Mangelerscheinungen und Stoffwechselbelastungen durch zu viel Fett, Cholesterine, Ketone ("Promille") und Purine (=Harnsäurebildner). Für Sportler sind alle kohlenhydratarmen Diäten ungeeignet.
Trennkost/"Fit for life"-Prinzip

Zeitlich getrennte Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen, also kein Brot mit Käse, kein Fisch mit Reis oder keine Haferflocken mit Milch innerhalb einer Mahlzeit. Bei einigen Varianten bis zum Mittag nur Obst.

Kompliziert und mangelnde Alltagstauglichkeit, vor allem für Sportler; stoffwechselphysiologisch nicht sinnvoll. Abnahme nur bei Kalorieneinschränkung. Ein reines Obstfrühstück widerspricht allen ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen für ein ausgewogenes Frühstück. Wenn auf Milch verzichtet und wenig Fleisch gegessen wird, Gefahr von Calcium-, Eisen-, Zink- und Selen- sowie Vitamin-B-Mangel. Wenig Stärketräger wie Brot, Nudeln und Kartoffeln. Für Sportler besteht die Gefahr von Mangelerscheinungen - auch an komplexen Kohlenhydraten (Langzeitenergie). Insgesamt viele wissenschaftlich nicht haltbare Behauptungen. Gerade in der Trainingsphase ist die Kombination von Kohlenhydraten mit Proteinen in einer Mahlzeit sinnvoll, um den Proteinbedarf ökonomisch zu decken (Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung, Protein als Aufbaustoff; Ergänzungswirkung pflanzlicher und tierischer Eiweißquellen).

Fasten

Geringe bis keine Energiezufuhr. Es wird nichts gegessen, aber reichlich getrunken, am besten in Form von Tee, Mineralwasser, Gemüsebrühe und- säften sowie Trinkmolke.

Einige Ausdauersportler praktizieren diese Methode, um den Fettstoffwechsel zu mobilisieren; hat aber nur kurzfristige Effekte und ist nicht grundsätzlich empfehlenswert, vor allem nicht als "Gewichtmachen" kurz vor einem Wettkampf, denn während des Hungerns kommt es zu einer weitgehenden Entleerung der Glykogenspeicher in der Leber und in der Muskulatur. Gewichtsverluste beim strengen Fasten beruhen zum großen Teil auf Wasserverlust und Abbau von Muskeleiweiß. Diesen kann man geringer halten, falls Buttermilch oder Molke getrunken wird und man körperlich aktiv ist.
Schlankheitsmittel

Chemische Appetitzügler, Füll- und Quellstoffe mit Sättigungswirkung, z.B. Pektin und andere Ballaststoffe, Abführmittel (Laxantien), Entwässerungstabletten (Diuretika), Enzyme, Carnitinpräparate

Chemische Appetitzügler bergen erhebliche Nebenwirkungsgefahr. Abführmittel, Enzyme und Entwässerungstabletten helfen nicht beim Fettabbau. Carnitin-Schlucken macht weder Schlank noch sportlich. Der beste "fatburner" (=Fettverbrenner) ist die Muskulatur, d.h. große Muskelgruppen müssen mit Ausdauer bewegt werden. In Kombination mit einer fettarmen Ernährung ist das die beste Schlankheitsstrategie. Schlankheitsmittel sind deshalb abzulehnen.
Fettreduziert Mischkost

Ausgewogene Ernährung. "Von allem etwas, von keinem zuviel!" Etwa 500-1000 Kilokalorien weniger essen, als man gewöhnt ist. Kalorieneinsparung, vor allem in Form von Fett und Alkohol

Dauerhafter Lern- und Gewichtserfolg durch bewußtes Essen und langsames Abnehmen. Man gewöhnt sich schon während der Diät an die Lebensmittel und Zubereitungen, die man auf Dauer beibehalten kann. Empfehlenswertes Prinzip, vor allem in Verbindung mit körperlichem Training.

verändert nach Prof. Dr. Michael Hamm

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