Motivation und Ziele für Ausdauersportler/Läufer sind so unterschiedlich wie die Menschen, die ihn ausüben. Die einen denken an Leistung, die anderen an ihre Gesundheit (gesundes Herz, Gewichtsreduktion) oder langes Leben und vielen macht das Laufen einfach Spaß. Gemeinsam ist wohl Allen, daß Sie ihren Sport RICHTIG ausüben möchten.
Derzeit beschäftigen Schlagwörter wie OPTIMALER FETTVERBRENNUNGSPULS, LAUFEN IM SAUERSTOFFÜBERSCHUSS; SAUERSTOFFSCHULD viele Läufer.
Doch müssen sie diese Begriffe alle bedenken, wenn sie ihre Laufschuhe anziehen und sich auf die Strecke begeben?
Eine „SAUERSTOFFSCHULD“ entsteht zu Beginn eines jeden Laufs - egal, ob schnell oder langsam - und auch bei Belastungserhöhung z.B. durch höheres Tempo oder Bergauflaufen, da der Körper (Stoffwechsel) sich auf diese Belastung einstellen muß. Das ist ein normaler, unvermeidlicher Prozess, der den Trainingserfolg nicht beeinflusst. Eine lang andauernde hohe Belastung mit entsprechend grosser „Sauerstoffschuld“ verlangt natürlich eine ausreichende Erholungsphase.
Die Sauerstoffversorgung der Muskulatur wird durch ein ausgewogenes System von Angebot und Nachfrage gewährleistet. Dem Muskel wird immer soviel Sauerstoff zur Verfügung gestellt, wie er zu der jeweiligen Ausdauerbelastung benötigt. Ein „SAUERSTOFFÜBERSCHUSS“ - im Sinne von „zu viel“ Sauerstoff - kann durch diese bedarfsgerechte Versorgung nicht entstehen.
Die Kapazität zur FETTVERBRENNUNG steigt mit dem Trainingszustand, das heißt die Fähigkeit Fett zu verbrennen, steigt genauso schnell, wie sich der Trainingszustand verbessert. Um also möglichst viel Fett verbrennen zu können, auch in Ruhe oder bei leichten Belastungen, muß man den TRAININGSZUSTAND VERBESSERN. Das kann man zum einen durch immer gleiches, niedrig intensives Training erreichen, was jedoch sehr zeitaufwendig und evtl. langweilig ist. Schneller geht es mit VARIABLEM TRAINING, in das intensive (= schnelle) Einheiten eingebaut werden.
Auch ein hochintensives Training steigert die Fähigkeit zur Fettverbrennung. Jedoch muss ein intensives Training wohldosiert sein: es darf nicht zu häufig stattfinden, die Intensität muß angemessen sein und nach jedem intensivem Training muß eine ausreichend lange Regenerationszeit eingehalten werden.
Intensitäten für die verschiedenen Trainingsformen lassen sich am besten über INDIVIDUELLE HERZFREQUENZBEREICHE steuern. Dabei sollte man nicht auf Faustformeln vertrauen, sondern durch einen Test seine individuellen Bereiche bestimmen lassen und so je nach ZIELSETZUNG, ZEIT und LUST seinen Körper als „FETTVERBRENNUNGSMASCHINE“ einzusetzen oder ganz herkömmlich mit Freude in Training und Wettkämpfen zu laufen.
Übrigens: Mindestens genauso wichtig und für noch nicht so gut trainierte auch effektiver, als nur durch Laufen Fett zu verbrennen, ist es, weniger Fett durch die Nahrung aufzunehmen!
Dr. Norbert Maassen / MSG - Hannover
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